Seminare & Kurse

Recuve aus Mammutelfenbein, Horn Holz und Sehen

 

Naturschule Kräuter u Holzfibel

 

 

Mammutfährte

Medizin der Steinzeit (Paläomedizin)

Umfasst nicht nur die Kräuterlehre, Anbau, Pflege und das schonende Trocknen, sondern auch  prähistorische, medizinisch-technische Verweise aus Grabungsbefunden. Es gibt wohl kaum jemanden der alles kennt und so müssen wir auch oft Abends am Holzherd Bücher wälzen. Nach langer Wanderung, die matten Füße in warmes Wasser mit Kräutern, ein warmer Trunk, das Knistern der Scheite....

 

 

 

 

 

Mehr, als nur einen Ausschnitt aus dem Kräuterbestand der Chiemgauer Alpenregion zu zeigen wird kaum möglich sein. Dennoch endeckt man immer wieder neues auch wenn das Alte manchmal einfach nicht mehr zu finden ist.Unsere Bergwelt birgt viele heimeliche Orte .Etwas Ruhe von unserer rastlosen Industriegesellschaft. Eine Begegnung mit der Welt der Pflanzen unserer Region!

Die Heilkräfte der Natur einsetzen ist so alt wie die Menschheit. Sich hineinversetzen in den Standort und in die Pflanze selbst, ist längst verlorenes Können. Erfahren und begreifen Sie nicht nur ihre Heilkräfte, sondern auch ihre Umweltnöte und Gefahren. Endlich nicht nur die Natur erfahren, die Zeichen, Aromen und den Geschmack verstehen, eigene Medizin herstellen, die Küche zur Zauberstätte alten Brauchtums zu verwandeln. Die Intuitionsfähigkeit ist seit Jahrzehnten unser  Thema.  Geschichten  lauschen und eine Tiefe, für das allumfassende  Zusammenspiel  der jahreszeitlichen Zyklen haben, dann wird die geistige Wahrnehmung mit dem Raum längst vergangener Zeiten erfüllt sein. Etwas wird bleiben, für immer nicht nur die Erinnerung an die Wunder der geheimnissvollen Plätze.

 

Achtung! Das hier vermittelte Wissen ist rein theoretischer Natur und beruht auf akademische Quellen und funktioniert zweifellos seit Jahrtausenden. Aus rechtlichen Gründen schließen wir jedoch die praktische Anwendung aus und verweisen auf die medizinisch rechtlichen Vorschriften der BRD. Übersetzt heißt das. Kein Südamerikanischer Medizinmann ist in Europa berechtigt zu heilen oder Tinkturen zu verabreichen, selbst wenn seine Erfolge noch so umwerfend sind. Die Anwendung des vermittelten Wissen erfolgt auf eigenes Risiko und nicht auf unsere Empfehlung. Eine entsprechende Erklärung ist vor der Teilnahme zu unterschreiben.

 

 

Die Kornelkirsche

Mit Verweisen (Links) auf  Wikipedia

Kornelstrauch

Die Kornellkirsche als Heilmittel gegen die verschiedensten Gebrechen. Teile der Kornelkirsche zum Beispiel die Früchte, Blüten, Blätter und das Holz. Noch heute findet man in der Heilmittelkunde den Begriff Fructus Corni (= Früchte des Kornelkirschenbaums) für eine Droge. Zedler’s Universal Lexicon von 1733 widmet ihrer Heilwirkung eine lange Spalte. Unter anderem kühlen danach die „Cornell-Kirschen“, sie „ziehen etwas zusammen und stopfen“, wirken gegen die „rothe Ruhr“ und gegen „Blut-speyen“, geben bei „hitzigen Kranckheiten“ kühlende Labung. Man verwendet die „Beeren“ wie Oliven, macht einen „Cornell-Wein“ daraus, der gegen „Bauch-Flüsse“ genutzt wird. Gegen diese helfen auch die gedörrten und zu Pulver gestoßenen Früchte. Das aus dem Holz ausgezogene Öl „rottet den Krebs aus“. Die „Beeren in Wein gekocht und getruncken“ kurieren den Nierenstein. Die Blätter stillen das Bluten von Wunden. Das kommt von den Gerbsäuren.

Die hier zitierten Wikungen werden zur Zeit untersucht.

Kornelkirschen

Wegen ihrer Verwendung gegen die rote Ruhr trugen die Kornelkirschen auch den Namen „Ruhrbeeren“.

Schon im 12. Jahrhundert hatte die Heilige Hildegard von Bingen in Physika, ihrem medizinischen Werk, ein Kapitel der Heilkraft der Kornelkirsche gewidmet, dort „Erlizbaum“ genannt. Sie empfahl ein Bad aus Rinde, Holz und Blättern gegen die Gicht sowie die „Kirsche“ für den Magen (3. Buch, Kapitel 40):

Von der Kornelkirsche (Dirlitze)

Die Kornelkirsche ist warm, und ihre Wärme ist mild, und sie hat süße Feuchtigkeit in sich. Nimm daher von ihrer Rinde, dem Holz und den Blättern und koche sie in Wasser, und mache daraus ein Bad. Und wer an Gicht leidet, sei es ein Kind, ein junger Mensch oder ein alter, der bade darin oft und umgebe sich in diesen Bädern (mit diesen Blättern). Und das tue er im Sommer, wenn der Baum grün ist, und dem Kind und dem jungen Menschen wird es bestens zur Gesundheit verhelfen. Dem alten Menschen aber wird es ziemlich nützen, jedoch nicht in dem Maße wie dem Kind und dem jungen. Und so werden sie sich besser befinden. Und die Frucht dieses Baumes schadet dem Menschen nicht, wenn man sie ißt, aber sie reinigt und stärkt den kranken und auch den gesunden Magen, sie nützt dem Menschen für die Gesundheit.

(textkritische Übersetzung von Marie-Louise Portmann, 1991)

Auf den medizinischen Werken Hildegards von Bingen aufbauend hat sich heute eine „Hildegard-Medizin“ herausgebildet. In dem 1990 von dem Heilpraktiker Reinhard Schiller erschienenen Buch Hildegard Medizin Praxis werden die Kornelkirschen mit der Bemerkung aufgeführt: „Gut für Gesunde und Kranke, reinigen Magen und Darm". Bei der Colitis, der Entzündung des Dickdarms, gibt das Buch folgendes Rezept:

Roh, als Marmelade, als Gelee, als Mus oder in jeder beliebigen Zubereitung verspeisen. Kornelkirschen reinigen und festigen den Verdauungstrakt. Innerhalb weniger Monate kann Colitis mit Hilfe von Kornelkirschen, ausschließlicher Dinkelkost und begleitender Hildegard-Therapie gelindert, sogar geheilt werden.

Das Rezept bei der Zöliakie, einer Darmerkrankung bei Kleinkindern, lautet:

Täglich eine Portion Kornelkirschen essen, egal in welcher Form, ob roh oder gekocht, als Marmelade, Mus oder Gelee. Kornelkirschen reinigen und stärken das angeschlagene Verdauungssystem und fördern dessen Gesundheit. Mit einem einmaligen Verzehr kann man aber noch keine Wunder erwarten. Sie sind ein Langzeittherapeutikum und sollen über Monate hinweg täglich verwendet werden.

Darüber hinaus wird die Kornelkirsche im Kapitel „Magengeschwüre“ zur zusätzlichen Behandlung bei Magenleiden empfohlen.

Im 1996 erschienenen Hildegard von Bingen Kochbuch von Dr. Wighard Strehlow heißt es über die Kornelkirschenfrüchte:

Sie enthalten den roten Fruchtfarbstoff der Anthocyane, die zur Vitamin-P-Gruppe gehören. Dieses Vitamin P ist ein wichtiger Schutz- und Reparaturfaktor bei Entzündungen und Verletzungen der Schleimhäute und Blutgefäße, zum Beispiel bei Gastritis oder Krampfaderleiden.

Auch der Heilpflanzenführer (Guida alle piante medicinali) von Paola Lanzara, 1978 in Italien erschienen, nennt verschiedene wohltuende Wirkungen der Kornelkirsche (Übersetzung):

Die Früchte bewahren auch bei der Reifung einen säuerlichen Geschmack und enthalten Glukose, malico- und Zitronensäure, Schleim- und Gerbstoffe. Aus den Früchten erhält man Marmeladen von leicht säuerlichem Geschmack und verstopfender Wirkung. Werden sie vergoren, liefern sie alkoholische Getränke von angenehmem Geschmack.

In seiner Beschreibung des Goldenen Zeitalters berichtet Ovid über Menschen, die sich auch von Kornelkirschen ernähren. Diese enthalten einen Samen, aus dem man ein Öl erhält, das zur Seifenherstellung verwendet wird. Geröstet und mit Kaffee vermischt, verleihen sie diesem einen angenehmen Vanille-Duft, es ist der berühmte „Wiener Kaffee“. Mit den Blättern kann man sich zum Trinken aus der Tasse einen angenehmen Aufguss machen. Die Volksmedizin empfiehlt die Früchte als Mittel gegen Durchfall. Auch die Rinde (die eine bittere Substanz enthält, das Cornin, ebenso wie tannin-und pektinhaltige Substanzen) verleiht einem Aufguss daraus verstopfende und kräftigende Wirkung.

 

Das Holz der Kornelkirsche

 

Das Holz der Kornelkirsche war in der Antik militärtechnisch und somit auch von historischer Bedeutung, als König Philipp II. die Phalanx als neue Schlachtordnung der makedonischen Infanterie etablierte. Deren bis zu sechs Meter lange Lanzen (Sarissen) konnten nur aus diesem speziellen Holz gefertigt werden; der effiziente Einsatz der Phalangen gegen die persische Kavallerie wurde zu einem wesentlichen Faktor, der Philipps Sohn, Alexander dem Großen, seine Eroberungen ermöglichte.

Wegen seiner Festigkeit und Zähigkeit war das Holz des Kornelbaumes wie kein anderes zur Herstellung von Speeren und Lanzen geeignet. Bei den alten Griechen und Römer war diese Verwendung so üblich, dass verschiedene Dichter des Altertums in ihren Metaphern nicht mehr von der Lanze sprachen, sondern von der Kornelkirsche, die der Krieger dem Feind entgegenschleuderte. So auch Ovid in seinen in den Jahren 2–8 n. Chr. entstandenen Metamorphosen. Statt schlicht „Schwang die Lanze“ zu sagen, heißt es in der sehr wortgetreuen Übersetzung von Johann Heinrich Voß aus dem Jahre 1798: „Schwang die mit Erz vorblinkende Last der Kornelle.“ An anderer Stelle spricht er etwas verständlicher vom „kornellenen Schaft“. In einer neueren Übersetzung des 12. Buches (Die Lapeten und Zentauren) ist zu lesen: „Grad ins Gesicht er gebohret die ungestählte Kornelle.“ Gemeint ist eine Lanze aus Kornelkirschenholz ohne stählerne Spitze.

In Ovids Schilderungen des Goldenen Zeitalters (Metamorphosen, VIII, 611) ernährt sich die bessere und friedlichere Hälfte der Menschheit von Erd- und Brombeeren sowie von Kornellen. Als die Götter Zeus und Hermes unerkannt bei dem alten Ehepaar Philemon und Baucis einkehren, setzen diese ihnen eingemachte Kornelkirschen vor.

Die Kornelle war im Altertum anscheinend so verbreitet, dass sie auch in der Schweinemast Verwendung fand. So heißt es bei Homer im 10. Gesang der Odyssee in der Szene, in der die Zauberin Kirke einen Teil der Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelt:

„Weinend ließen sie sich einsperren, da schüttete Kirke
Ihnen Eicheln und Buchenmast und rote Kornellen
Vor, das gewöhnliche Futter der erdaufwühlenden Schweine“.
(Übersetzung von Johann Heinrich Voß von 1781)

Nach römischer Überlieferung hat noch zur Zeit von Kaiser Caligula (37-41 n. Chr.) auf dem Palatin ein uralter Kornelkirschenbaum gestanden. Dieser soll seinen Ursprung darin gehabt haben, dass bei der sagenhaften Gründung Roms durch die Zwillinge Romulus und Remus im Jahre 753 v. Chr. Romulus seine Lanze als Grenzzeichen für die Stadt in den Boden stieß. Diese war, wie damals üblich, aus dem Holz der Kornelkirsche gefertigt. Die Lanze soll dann - als Zeichen für die geglückte Gründung - ausgeschlagen sein und sich zu dem Baum entwickelt haben. Auch andere römische Städte sollen auf ähnliche Weise von den römischen Auguren mit einem Stab aus Kornelkirschenholz als Ausrichtungspunkt gegründet worden sein.

 

 

Die wichtigsten Internationalen Hölzer von A bis Z für den Bau von Griffen, Bögen, Musikinstrumenten, Kunstwerken und andere Sonderwünsche!

Sollten einige geschützte Arten darunter sein, werden wir sie Rot markieren. Wo kein Kunde keine Macht!

Bitte Mailen. Natürlich ist die Liste nicht annährend vollständig. Seltene Hölzer sind jedoch meist gefährdet!

Wir werden ergänzen was wir vertreten können.


 

Akazie Maserknolle

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Amaranth

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Amarello

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Anegre

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Ambonia Maserknolle

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Arabische Akatzie

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Bocote

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Bubinga

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Buchsbaum

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Cocobolo

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Cumaru

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Ebenholz Makasar

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Elsbeere

 

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Fernambuck

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Goldregen

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Honduras Palisander

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Kambala Maserholz

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Mai Ching Chang

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Makamong Maserknolle

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Maserbirke

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Mooreiche

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Movingui

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Mulga

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Muschelmahagoni

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Myall Baum

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Nußbaum

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Olivenesche

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Ostindien Palisander

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Palme Dunkel

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Pao rosa Osafrika

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Perlholz

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Peroba Rosa

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Pfefferholz

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Pferdefleischholz

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Pflaume Zwetschge

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Pink Ivory

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Rio Palisander

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Rosenholz

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Rüster Maserknolle

Rüster Maserknolle

 

Rüster Ulme

Rüster Ulme

 

Sanddorn

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Satin

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Sheoak

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Sissopalisander

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Sonokeling

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Thuja Maserknolle

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Tigerwood

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Tschitola

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Veilchenholz

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Vera Pockholz

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Zuckerahorn

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Nur Geduld

 

 

Pigmentherstellung

Die schönsten Farben aus der Natur!

 

Arbeite gerade dran nur Geduld! Vom Blau der Beeren, Rot des Johanniskrauts und dem Gestampften Ocker aus der Kiesgrube.

 

Hier  derweil ein Paar Bilder von meinem lieben alten Freund und Westafrikanischen Megakünstler. Romuald Hazoumee

Web_IMG_Romuald37 Gewinner der Dokumenta in Kassel 2007 Gekührt mit dem Arnold Bode Preis und so vielen mehr. Hier sein Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Romuald_Hazoum%C3%A9

Mein Wal Geschenk von Romuald

Wal in Blau Erdfarben Hat er mir 1995 geschenkt.

 

Karree

Karree des Lebens Erdfarben mit Kuhdung.

 

Vagin

Vagin Erdfarben mit Kuhdung

 

Phall

Phall Erdfarben mit Kuhdung

Experimentelle Archäologie

Die experimentelle Archäologie ist ein relativ junger Zweig der Archäologie. Ausgehend von Funden und wissenschaftlichen Auswertungen, versetzen sich die Forscher in die praktische Welt unserer Urahnen.

Zitat Bernard, Sommer 1997 zu den Vorbereitungen der ZDF Dokumentar Serie "Feuer im Eis", zum Thema Aussterben des Neandertalers:

Die experimentelle Archäologie ist somit kontrollierte Schizophrenie, ein Robert Stevensons, Dr. Jekyll and Mr. Hyde-Training auf wissenschaftlicher Ebene.

Wir können uns  über Bohrkerndaten in Grönland aus Grabungsbefunden, der Analytik von Pollen, Mollusken, Knochen, Werkzeugen, ESR, C14 usw. die Bausteine holen, um eine längst vergangene Welt wiederauferstehen zu lassen. Begeben wir uns jedoch in diese unsere eigene Schöpfung, um den steinzeitlichen Jäger und Sammler zu verstehen und nutzen unkritisch unsere moderne Denkweise und Lösungsangebote, so werden wir unweigerlich der größte Feind unserer eigenen Forschung.

Natürlich liefern uns acht Wochen Steinzeit Urlaub wie in einer bekannten Fernsehsendung, mit Neuzeitfamilien aus unserer Zwangsernährungsgesellschaft, keine brauchbaren Daten, aber ganz nett sind diese Versuche schon.

 


Ganz im Gegensatz zu diesen kleinen Experimenten.

Sie fangen ganz harmlos an. Zunächst braucht man ein Land welches einem erlaubt einen Hirsch mit Pfeil und Bogen umzunieten ohne dabei seinen Jagdschein zu verlieren. Das ist nicht so weit weg.

Nach dem dieses gefunden ist benötigt man:

Einen  80/26 Pfund/Zoll Eibenbogen. Eine ein bissl über 160cm lange Neolith-Bogenkopie ähnlich der vom Schniedejoch. Diese Zahnstocherartigen Handwuzelformen, mit einer durchschnittlichen Pfeilgeschwindigkeit von 55m/sec ( knapp 200kmh)  auf ein Pfeilgewicht von 37gr welche hierzulande in der Alpenregion vor 5 bis 6000 Jahren so beliebt waren.

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Die Tieschützer, welche keine Wurst essen, mögen an dieser Stelle beruhigt sein. Der Hirsch war sofort tot. Er hat, wie es sich gehört seine halbe Lunge ausgekotzt, sich dreimal überschlagen und ist nach kurzem Zappeln Tot liegen geblieben. Ein erstaunlich gutes Resultat, wenn ich mich an die oft dilletantischen Enziannasenschüsse mancher Weidmanngesellschaften (bei denen ich leider immer wieder teilnehmen musste) mit 6,5X57 erinnere, bei denen der Hund nach Stundenlanger nachsuche dem armen Vieh endlich ein Ende setzte. Es soll hier kein Plädolier für die Bogenjagd sein.Ganz im Gegenteil! In der Regel treffen Jäger präzise mit ihren Jagdgewehren. Eine Nachsuche ist heutzutage die Ausnahme. Würde man heute wieder auf Pfeil und Bogen übergehen, ist die Tierquälerei nicht zu vermeiden, da für die Bogenjagd höchste Anforderungen an den Bogenschützen gestellt werden. Schwarze Schafe (kein Alkohol) oder einfach Pech gibt es immer.

 

 Hier ein Auszug aus einem kleinen  Experiment:

Was passiert mit einer Obsidian Pfeilspitze wenn Sie eine Rippe eines Hirschen durchschlägt und tangentialen Scherkräften ausgesetzt ist.

Die Obsidianspitze ist sehr zerbrechlich. Würde man sie aus 2 Meter Höhe auf einen Steinboden fallen lassen, wäre sie zerbrochen.

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Der Pfeil ging nicht durch. Die Spitze hat zwei Rippen abgeschlagen. An  der hinteren gegenüberliegenden Rippe ist die Spitze abgeschert und zerbrochen. Die beiden Steinwerkzeuge halfen mir den Hirsch in eineinhalb Stunden abzuhäuten und die Innereien komplett aufzuarbeiten. Das bedeutet auch die Därme zu entleeren und für die Saitenproduktion vorzubereiten.

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Wenn es sich hier nicht um einen sogenannten  Lungendurchschuss gehandelt hätte, der sofort zu Tode führt, wäre die Ausschweißung (Verbluten) unzumutbar verzögert worden.

Tests mit Flintspitzen ergaben Durchschüsse, bei denen der komplette Pfeil den Wildkörper wieder verließ. Einer steckte bis zum Schaftanschlag in einem Baum.

Fazit: Zu starke Schwingungen auf steinerne Projektilköpfe insbesondere bei flüchtenden Wild verursachen Abscherungen der Projektilköpfe und Zerbrechen derselben. Das ist:

A: Kein Problem bei Präzisen Treffern auf Distanzen unter 20 Metern und Wild bis 80 kg außer Wildschweine.

B: Ein Problem in Bezug auf A bei Schussdistanzen über 20 Metern.

C: Ein größeres Problem in Bezug auf A und B wenn noch ein Tiefblatttreffer oder Eingeweidetreffer dazukommt.

D: Ein noch größeres Problem in Bezug auf A,B und C wenn noch das Gewicht überschritten wird.

E: Für den Schützen möglicherweise beängstigend oder tödlich in Bezug auf A,B,C und D wenn es sich bei dem beschossenen Tier um ein Raubtier, bösen Wiesent oder Wildschwein handelt.

Für den Steinzeitlichen Jäger gilt. Nivillieren der Jagdwaffen, hohes jagdliches Könnnen, kurze Schussdistanzen mit höchster Präzision ist alles. Bezüglich der Wildschweine habe ich in Neuseeland mit einem Captain Cooker (das ist eine Kreuzung von verwilderten Hausschweinen und ausgesetzten Wildschweinen) eine üble Überraschung erlebt. Erstaunlich wie schnell man plötzlich auf Bäume klettern kann, die einem im Normalfall unbezwingbar erscheinen. Zwischen den Schulterblättern von oben hatte er keine mit Steinen versetzte,eingetrocknete Lehmkruste.

Weiter geht es mit dem Zerlegen mit Steinwerkzeugen.

Enthäuten und Zerlegen eines Damhirschen mit Feuerstein Diskus und  Steinklinge.

 

 

Die Werkzeuge habe ich frisch geschlagen aus mittelmäßigen nordischen Flint. Die kleinen Abschläge lagen noch als Abfall am Boden, da habe ich mich gebückt, da ich einen davon zum Abtrennen des Kopfes kurz gebraucht habe. Die altsteinzeitlichen Disken erwiesen sich als schnell und schonend für das abziehen der Haut/ Fell.

 

 

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Mit meinen Jagdmesser (Ihr findet es hin und wieder zum vergleich auf den Bildern wieder) bin ich auch nicht schneller. Allerdings habe ich schon so viele Viecher abziehen müssen. Auf jeden Fall mehr als ich selbst jemals hätte essen können. In Neuseeland muss man seine Abschuss Quoten erfüllen. Sonst macht es ein anderer und dann zahlt man drauf.

 

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Keine Kratzer am Fell. Sehr balgschonende Angelegenheit.

 

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 Eineinhalb Stunden später sahen meine Hände,

 

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so aus.

 

Weiter geht es zu der Bergung der Sehnen und des Darmsaitling!

 

 

 

 

 

Hierzu sind dünne Feuersteinklingen von Nöten und etwas anatomische Kenntnisse um an die begehrten  Sehnen zu gelangen ohne sie anzuschneiden.

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Die Rückensehen sind für das Backing eines Bogens bestimmt. Im Hintergrund warten die Schinken für die Räucherkammer. Die findet ihr unter der Rubrik Steinzeitliche Küche

 

 

 

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Hier die sauber herausgelösten Laufsehnen. Jetzt müssen sie nur noch trocknen um geklopft zu werden.

 

 

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Nur nicht totklopfen. Also Hartholzuntergrund und zusehen, dass keine Fasern abgeschert werden. Ein Stein ist hier genausogut.

 

 

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Ein Tag Arbeit und die Sehnen sind für das Bogenbacking fertig. Alles aus einem Hirsch.

 

Inzwischen der Darm

 

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Waschen  dehnen wickeln. Ein langwieriger Vorgang. Eine Beschreibung folgt noch an dieser Stelle.

 

 

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Die Darmsehne frisch beim Wickeln. Nun muss sie unter Zug trocknen.

 

 

 

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Von links nach rechts oben: Fertige Sehne aus Sehne, Darmsehne, Darmmischsehne mit Sehnen, Darmmischsehne mit Hanf.

Von links nach rechts unten: Fertige Sehne aus Rückensehne, Doppelsehne aus Hanf, Leinen und Darm, aufgerollte Hanfschnur, übereinnander zwei Hanfkordeln, der Talg aus unserem Hirsch mit meinem alten Messer drauf, darüber eine Seidensehne.

Wenn ihr die Würste und den Schinken sucht, dann müsst ihr bei "Steinzeitliche Küche" nachschauen.

Weiter gehts mit den Sehnen auf den Rücken eines Kompositbogens

 

Sehnen Backing eines Skythischen Luxus Kompositbogen

Der Name Kompositbogen  kommt daher, daß dieser Bogen aus mehreren Teilen unterschiedlicher Materials zusammengesetzt ist (vgl. Hancar 1972, 13-17; Eckhardt 1991, 143.144; 1996, 54.60-62). Der Ursprung dieses Bogentyps ist noch nicht ganz geklärt. Die ältesten Belege des Kompositbogens sind in bildlichen Darstellungen aus Mesopotamien zu finden und reichen bis ins das vierte Jahrtausend v.Chr. zurück (vgl. Korfmann 1972, 215.217).

 

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Der Untere bekommt jetzt die Sehnen.

Sandwichaufbau: Druckschicht aus  Büffelhorn, Kernschicht aus Ulme und Eibe, Griff und Tipps aus Mammutelfenbein, Zugschicht unsere mühsam geklopften und geszupften Sehnen und die Deckschicht ist die Rohaut von unserem Hirsch.

 

PB040099 Hier der Aufbau des Grifbereiches

Web_CopositsforBowturk  Gams, Mammutstoßzahn, Wasserbüffel. Hirschorn und Knochen.

 

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Hier noch mal die Compoansichten.

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Hier beim Aufkleben der Sehnenbündel. Im Vordergrund die Elfenbeinfräse.

Ja Ja die Mammutheum Werkstätten verfügen über Labors, Elektronikwerkstatt, Fräsen, Schweißen, Schmiede, Brennöfen, Schmelzöfen, Hochöfen, Lasertechnick und auch Faustkeile. Schließlich mussten wir nicht nur die Modelle im Park bauen, sondern ganze Landesaustellungen mit Megashowspektakel installieren. Ich kann nur jedem den es ernsthaft interessiert Raten mein angesammeltes Wissen in den Kursen oder für seine Film und Ausstellungsprojekte zu nutzen. Auch ich werde älter und habe mir mit 9 Jahren meine erste Werkstatt eingerichtet.

 

Nun der fertige Traum Bogen.

 

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Herstellung von Messern, Bohrern und Beilen

Das Messer war das wichtigste Werkzeug der Steinzeit

Wie man das wichtigste Werkzeug der Steinzeit herstellt?  Welche Steinklingen sind die schärfsten? Welche halten am längsten? Wie schlagen, wie schäften? Das sind Fragen die bereits vor zweieinhalb Millionen Jahren den frühen Jäger durch den Sinn gingen. Anfangs hat man wohl einen Hautfetzten um das Ende zum Halten gewickelt. Klingen und Messer wurden oft gebraucht! Wir fertigen sie aus  Knochen, Geweih, Elfenbein und Feuerstein. Auch andere Materialien sind machbar.

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Kurs

Der  Vielfalt, Formen und Anforderungen sind auch keine Grenzen gesetzt und oft derart komplex, dass es in manchen Fällen Jahre dauern wird bis man die Sonderformen perfekt beherrscht. Oft bleiben einige Dinge unerreicht. Das was bei dem drei tägigen Kurs Messer, Bohrer und Beile vermittelt wird kann auch hier nur ein Anfang sein. Voraussetung für diesen Kurs ist das man bereits einen Kurs der Feuersteinbearbeitung erfogreich hinter sich hat.

Erster Tag: Material,  Abschläge Freihand schlagen! Schleif und Bohrtechniken,

Zweiter Tag: Nivilieren, Fluten,Schäften

Dritter Tag: Verwenden, Umgang und Besonderes

Materialkosten werden extra berechnet. Jeder kann soviel Material selbst mitbringen wie er möchte. Flint, Knochen, Geweih, Sehnen, Hanf und Birkenpech und Dinge dir mir unbekannt sind.

Der Kurs umfasst wie bei allen Kursen drei Tage und Kostet 285 €

Die Mindestteilnehmerzahl bei diesem Kurs sind drei Personen.

Die Anmeldefristen, für die jeweiligen Workshops sind 14 Tage.

 

Die Themen werden in diesen drei Tagen basisvermittelt. In dieser Zeit lernt man was man kann und meist nicht kann. Dann entscheiden sich die Zutaten für den Einzelnen. Nach diesen drei Tagen ist man eine Welt weiter. Wer möchte kann dann weitermachen. Ich nehme selten mehr als 6 Teilnehmer.  Der längste Teilnehmer war 18 Monate bei mir. Dies über Jahre verteilt. Es sind verlängerte Wochenenden an dem man am besten  den Freitag frei nimmt. Also am Donnerstag anreist um Freitag 9 Uhr fit zu sein. Im Winter sind alle Tage möglich. Die Winterkurssaison beginnt am 15 November und endet am 15 April. Der Tagessatz in den ersten drei Tagen ist 95€. 

 

 

Angelhaken

 

Geschlagenes Beil

 

 

 

Steinbeil geschlagen u geschliffen

 

 

 

Gebohrtes Beil 

 

 

Gebohrtes Hammerbeil

 

 

 

 

Freehand Beil ungeschäftet

Ein Rohling aus Flint

 

 

Gebrauch und Herstellung von Speerschleudern

 

Ausschnitt 7

 Die Speerschleuder, Atllatl oder Woomera

Mit Hilfe der Speerschleuder, konnten Speere durch einen Schleuderhebel aus größerer Enfernung auf Beutetiere geschossen werden. Die Speerschleuder wurde bereits im Paläolithikum auf Großwild eingesetzt. Neben der enormen Wurfkraft, war vor allem die geringere Gefährdung der Jäger durch die größere Distanz ein großer Vorteil dieser Steinzeitwaffe. Vor dem Durchziehen der Schleuder wurde der Speer ausgericht, da eine stabile gerade Flugbahn für zerbrechliche steinerne Geschoßspitzen überlebensnotwendig war. Besonders wenn es um gefährliche Beute ging war es wichtig, daß die Projektilköpfe frontal ohne  Scherkräfte aufschlugen, so dass Rippen und Schulterblätter satt durchschlagen wurden und das steinerne Projektil dabei nicht  zerbrach oder abscherte. Durch Speerschleudern wurden  Beutetiere  oft auch von oben getroffen und  verwundet. Das angeschossene Tier ließ sich dann leichter einholen und erlegen. Allerdings gibt es auch Nachweise von gewaltigen Durchschüssen auf  sehr großes Wild wie Mammut und Wollnaßhorn. Man war da nicht zimperlich, genausowenig wie ein wütendes angeschossenes Naßhorn gegenüber dem Schützen wenn dieser nicht richtig getroffen hat. Gute Strategien, Präzision und hohe Wurfkraft waren normal. Wer Aborigies in Australien etwas studiert hat und ihre Fertigkeiten kennt zb. die Woomera der Dinjimanne, der weiß das diese Menschen Intuitive und körperliche Höchstleistungen drauf haben, von denen wir nur träumen können.

Dinjimanne

Kurs

Der  Vielfalt, Formen und Anforderungen sind auch hier keine Grenzen gesetzt und oft derart komplex, dass es in manchen Fällen Jahre dauern wird bis man die Sonderformen perfekt beherrscht. Oft bleiben einige Dinge unerreicht. Das was bei dem drei tägigen Kurs  über das Wunder der Speerschleuder vermittelt wird, kann auch hier nur ein Anfang sein. Voraussetung für diesen Kurs ist, dass man etwas handwerkliches Geschick mitbringt.

Erster Tag: Material, Ernte der Schosslinge in Theorie  oder je nach Jahreszeit Trocken, Hobeln, Tillern,Schleifen.

Zweiter Tag: Hobeln, Nivilieren/ Intonieren, Tillern,Schäften und Befiedern.

Dritter Tag: Verwenden, Umgang und Besonderes

Materialkosten werden extra berechnet. Jeder kann soviel Material selbst mitbringen wie er möchte. Flint, Knochen, Geweih, Sehnen, Hanf und Birkenpech und Dinge dir mir unbekannt sind.

Der Kurs umfasst wie bei allen Kursen drei Tage und Kostet 285 €

Die Mindestteilnehmerzahl bei diesem Kurs sind drei Personen.

Die Anmeldefristen, für die jeweiligen Workshops sind 14 Tage.

 

Die Themen werden in diesen drei Tagen basisvermittelt. In dieser Zeit lernt man was man kann und meist nicht kann. Dann entscheiden sich die Zutaten für den Einzelnen. Nach diesen drei Tagen ist man eine Welt weiter. Wer möchte kann dann weitermachen. Ich nehme selten mehr als 6 Teilnehmer.  Der längste Teilnehmer war 18 Monate bei mir. Dies über Jahre verteilt. Es sind verlängerte Wochenenden an dem man am besten  den Freitag frei nimmt. Also am Donnerstag anreist um Freitag 9 Uhr fit zu sein. Im Winter sind alle Tage möglich. Die Winterkurssaison beginnt am 15 November und endet am 15 April. Der Tagessatz in den ersten drei Tagen ist 95€.

 

 

Schussweiten bis 160m sind keine Seltenheit.

 

Kleine Speerschleuder Spitze

 

Speerschleuder

 

 

Natürlich ist kein findiger Steinzeitmensch mit Geistesblitz vor über 40000 Jahren auf die Idee gekommen justament die Speerschleuder zu erfinden. Genauso wie  Feuer, Faustkeil, Klingenabschlag, Gelatine, Birkenpech, Pfeil und Bogen, ist die Speerschleuder eine Konsequenz der technokratischen Entwicklung des Menschen, welche sich über einen langen Zeitraum der Traditionen und Änderungen in den jagdlichen Alltag manifestiert hat. Oft aus dem Spiel heraus und vielerorts wiederholt passiert und erkannt, entwickeln sich Techniken weiter, da auf erfolgreichem Terrain an der Beute ausprobiert. Das die Speerschleuder ein europäisches Produkt sein soll, ist auf Grund sehr alter Projektilköpfe aus Nordafrika zu bezweifeln. Eines der älteste Fundstücke Europas finden sich im Ural bei Kostijenki und und Frankreich. Dort fallen die frühen Funde in das Solutréen (vor ca. 18.000–16.000 Jahren). Dem obern Magdalénien  bis vor ca. 11.400–10.800 Jahren sind der Großteil der gefundenen Speerschleudern zuzuordnen. Die Speerschleuder ist neben Pfeil und Bogen und der Davidschleuder (Lederschleuder) eines der  ältesten komplexeren Jagdwaffen.  Sie hat sich auf vielen Kontinenten bewährt und angepasst.

 

Im Jungpaläolithikum wurden die Speerschleudern einfacher. Die künstlerischen Elemente verschwanden und reduzierten sich zu den zahlreich aufgefundenen einfachen Hakenschleudern dieser Periode. Am Material der Hakenenden aus Knochen, Elfenbein oder Geweih, änderte sich nicht viel. Auch die Klebstoffe wie Gelatine und Birkenpech bleiben dieselben wie eh und jäh. Spuren von Bienenwachs und Baumharz bilden die üblichen Schutzschichten der wasserlöslichen gelatinösen Verklebungen. Bienewachs und Harz selbst verfügen über keinerlei brauchbare Klebekraft.  Auch wenn diese Stoffe oft als Klebstoffe zitiert werden, ändert es nichts an der Tatsache, dass sie  als Klebstoff unbrauchbar sind und auch für diesen Zweck nicht gedacht waren. Bei Birkenpech ist eine Schutzschicht unnötig, da Wasserfest. Pflanzenfasern, Bast, Sehnen und sogar Haare mit oder ohne Bohrungen dienten zur Befestigung der Schleuderköpfe auf  dem hölzernen Stiel. Eine Befiederung  bringt Stabilität. Ohne Befiederung ist der Speer schneller. Aborigines schaffen einen geraden Flug ohne Federn. Oft ist and der Schleuder selbst eine muldenartige Vertiefung um die Parallele zwischen Speer und Schleuder zu bilden. Die meisten Schleudern sind zwischen 60 und 70 cm lang. Allerdings habe ich schon eine etwas längere gesehen. Die Speere sind auch ganz unterschiedlich und können über zwei Meter lang sein, was nicht immer vorteilhaft ist. Es müssen immer Schleuder, Anatomie des Schützen und Speer auf einander abgestimmt sein. Ebenso wie bei Pfeil und Bogen auch.

Wie oft haben wir gelacht, wenn ein Anfänger der mit dem Vorurteil einer einfachen Funktionsweise, seinen ersten Versuch wagt. Brav in der Aushöhlung am hinteren Ende des Speeres in die Schleuder eingehakt, mit dem verkrampften Versuch, mit der Wurfhand Schleuder und Speer parallel zueinander zu halten, ohne abzurutschen. Meist gelingt nicht einmal das und der Hacken fliegt jedes Mal aus der Mulde. Beim Bewegungsablauf des Durchziehens der Schleuder, fliegt dann meist alles wild irgendwo hin und landet im Gras. Mit der Speerschleuder wird durch die Länge des Hebelarm (Wurfarms) die Wegstrecke in derselben Zeit des Bewegungsablaufes  vergrößert, dadurch erhöht  sich die Geschossgeschwindigkeit gegenüber einem mit der Hand geworfenen Speers. Allerdings ist es Anfangs alles nicht so leicht wie es aussieht, jedoch mit etwas Geduld schnell erlernbar.

Beim Bau werden nur Naturstoffe verwendet. Beim Verkleben darf eine Ausnahme gemacht werden, sofern zumindest ein Exemplar Pur Natur gebaut wurde. Der Grund ist, dass man viel Üben muss um die steinzeitlichen Qualitäten zu erreichen. Als neuzeitlicher Mensch hat man leider nicht immer die Zeit zur Restauration seiner Verklebungen.

Es gib Internationale Wettbewerbe und auch, wie das halt so ist, entsprechnede Regelweke. Als Anfänger sollte man sich erst einmal um das Anfangen kümmern. Papier kann man dann noch immer besorgen, wenn man genug geübt hat. Ich persönlich finde eine gute Funktionalität wunderbar! Die Künstlerische Gestaltung der Wurfköpfe ohne die Funktionalität  negativ zu beeinflussen noch interessanter.