Experimentelle Archäologie
Die experimentelle Archäologie ist ein relativ junger Zweig der
Archäologie. Ausgehend von Funden und wissenschaftlichen Auswertungen
versetzen sich die Forscher in die praktische Welt unserer Urahnen.
In Gegenwart turmhoher Urtier-Modelle erleben angemeldete Gruppen
im Mammutheum den Alltag unserer Ahnen. Ihnen wird gezeigt, wie
die Neandertaler aus Feuerstein Werkzeuge herstellten und benutzten.
Sie erfahren Wissenswertes über die Techniken der eiszeitlichen
Jägerkulturen, z. B. mit Lanzen, Speeren und Speerschleuder.
Ein Jagdbogen, wie Ötzi ihn bei sich trug, hatte beispielsweise
eine Zugkraft von 42kg. Er konnte einen Pfeil mit einer Spitze aus
Feuerstein auf 15m derart beschleunigen, dass er mühelos einen Bären
durchbohrte.
In Vorführungen können Sie beobachten, wie Äxte, Harpunen und Feuerbohrer
entstehen. Mit einer selbst geschlagenen Feuersteinklinge kann eine
geübte Person in wenigen Minuten aus einem Knochen eine Nähnadel
herstellen. Verschiedene Künste des Feuermachens werden vorgestellt.
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